Duftende Blütenpracht
 Coaching für Hochbegabte und/oder Hochsensible
Die beiden Themen Hochbegabung und Hochsensibilität sind in diesem Abschnitt vermischt. In Wirklichkeit existieren sie natürlich unabhängig voneinander.

Hochbegabung

Über Hochbegabung und Hochbegabte gibt es bereits einiges an institutioneller Forschung. Die verfügbaren IQ-Tests machen sie messbar. (*) Heute verliert dieses Thema aber zunehmend eine solch mathematische Klarheit. Es kommt das Gefühl auf, dass ein einzelner schriftlicher Test die Formenvielfalt von Intelligenz nicht erfassen kann. Wie soll er etwa künstlerische oder handwerkliche Hochbegabung durch Ankreuzen von Kästchen einfangen? Wie sollen Werke in Farben und Werkstoffen (statt in Worten und Zahlen), die aus hochbegabten Händen entstehen, in eine einfache Zahl finden, die sie verlässlich zusammenfassen könnte? In dem Maße, in dem der Intelligenzbegriff verschwimmt, tut es auch der der Hochbegabung. Irgendwo im Spektrum zunehmender Intelligenz endet das einfache „Mehr“ und es beginnt ein „Anders“. Diese Andersartigkeit wiederum kann es schwer machen, den richtigen Ton mit anderen Menschen zu finden, nicht anzuecken, nicht auf Ablehnung zu stoßen, weil die eigene Denkweise von anderen als verunsichernd oder grenzüberschreitend wahrgenommen wird. Serien wie „Sherlock“ oder „Big Bang Theory“ thematisieren das von einer humorvollen Seite, doch von innen fühlt sich diese Andersartigkeit mitunter schwierig bis schmerzhaft an und kann mit Einsamkeit verbunden sein. Es wird hier und da geschrieben (z.B. von Jeanne Siaud-Facchin), dass Hochbegabte fast immer auch Hochsensible sind. Wirklich Belastbare Beweise dafür gibt es bislang nicht. Von außen gesehen verwechselt man vielleicht zwei Formen der Verarbeitungstiefe - bei Hochbegabten die geistige Verarbeitung von Informationen, bei Hochsensiblen die sensorische Verarbeitungstiefe von Reizen. So oder so besteht oft eine Andersartigkeit, die es nicht einfach macht, sich zu öffnen, wenn das Umfeld nicht schon früh mit Akzeptanz und Empfänglichkeit, sondern abwertend reagiert hat. Gelegentlich bauen sich hochbegabte Menschen auch Denksysteme und Dickichte aus mentalen Konstrukten auf, die auf alles eine Antwort haben und zu gut durchdacht sind, als dass sie selbst noch allein heraus finden könnten. Jeder Ausgang ist von innen zugewachsen. Da kann vielleicht jemand von außen helfen. Lassen Sie uns daher gemeinsam in den offenen und wertungsfreien Raum gehen, den Sie bei mir finden, um neue Sichtweisen und Wege zu entwickeln.

Hochsensibilität

Im Gegenteil zur Hochbegabung ist die Forschung zur Hochsensibilität vergleichsweise dünn. Hochsensbilität verstehe ich hier im Sinne der Arbeiten von Dr. Elaine Aron, die das Konzept 1996 erstmals im Klassiker „The Highly Sensitive Person“ präsentierte (deutsch: „Sind Sie hochsensibel?“, bei MVG erschienen). In der Therapiewelt hat sich Hochsensibilität noch nicht flächendeckend als selbständiges Merkmal durchgesetzt. Manche zweifeln sogar an der Existenz einer solchen und wittern dahinter eher Neurosen oder Narzissmus. Tatsächlich bringt die Hochsensibilität gewisse Persönlichkeitszüge mit sich, die in ähnlicher Form auch aus anderen Gründen entstehen können. So kann ein Trauma eine Überempfindlichkeit in bestimmen Situationen verursachen, wohingegen Hochsensibilität 24 Stunden pro Tag gegeben ist, nicht nur in bestimmten Zusammenhängen. Sind Sie hochsensibel? Wenn Sie das wissen möchten, suchen Sie bitte in einer Suchmaschine nach „Elaine Aron Test“. Der bekannte Fragebogen von Dr. Elaine Aron kann nämlich vielerorts im Internet gefunden werden. Es gibt ihn in verschiedenen Längen mit bis zu 23 Fragen. Sehr wichtig ist: Hochsensibilität ist keine Störung, die es zu heilen gilt, sondern ein angeborenes und lebensbegleitendes Merkmal, das in etlichen Tierspezies existiert und bei 15 bis 20% der Menschen besteht - unabhängig vom Geschlecht. Hochsensibilität bedeutet nicht, dass Reize stärker empfunden werden, sondern dass das Nervensystem sie deutlich tiefer verarbeitet. Das verlangt deutlich mehr Zeit und Energie. Zu starke oder zu viele Reize können zur Überforderung führen. Deswegen benötigen hochsensible Menschen unbedingt Phasen und Orte des Rückzugs. Die Hochsensiblen sind oft die Kinder, um die man sich ein bisschen Sorgen macht, weil sie als Säguling bis zur Erschöpfung schreien, als Kinder auch gerne alleine spielen oder das Geschehen vom Rand des Spielplatzes betrachten, statt sich ins Getümmel zu stürzen und schnell einen Freundeskreis aufzubauen. Im Erwachsenenalter kann man sie z.B. daran erkennen, dass sie in neuen Situationen erst einmal innehalten und die Situation auf sich wirken lassen, die Strömungen im Raum erfühlen, und ein Umfeld ihnen erst einmal ein Stück weit vertraut werden muss, bevor sie sich gern und frei darin bewegen können. Starke intuitive und empathische Wahrnehmungen unterstützen sie dabei. Dieses intensive Empfinden geht oft mit einem Mangel an Selbstwertgefühl und damit auch an Selbstbewusstsein einher. Insbesondere Wettbewerbs- und Konfliktsituationen werden gelegentlich als demütigend empfunden und Hochsensible verlassen sie mit gemischten und unangenehmen Gefühlen, die das negative Erleben noch verstärken. Daraus können sich Vermeidungsverhalten ergeben: Man meidet viele Situation und Möglichkeiten, verzichtet auf den Ausdruck der eigenen Fähigkeiten und Potenziale, und lebt am eigenen Leben vorbei. Und das wiederum drückt weiter auf das Selbstwertgefühl. Um aus diesem Teufelskreis auszusteigen, ist ein Perspektivwechsel auf die eigene Hochsensibilität erforderlich. Dann kann man beginnen, die Schätze zu heben, die der Hochsensibilität inneliegen. Denn Hochsensible haben eine überdurchschnittlich hohe Empathie und können besonders gut auf andere Menschen und ihre Bedürfnisse eingehen (dabei aber auch die eigenen Bedürfnisse aus dem Blick verlieren). Das sind Qualitäten, die in vielen zwischenmenschlichen Situationen sehr geschätzt werden und sie zum Beispiel zu guten, aufmerksamen, zugewandten Freunden und Kollegen machen. Auch in Unternehmen sind sie oft die Menschen, denen sich andere im Fall von Schwierigkeiten zuwenden, sodass sie einen wichtigen, allerdings oft unsichtbaren Beitrag zum Zusammenhalt und zur Krisenresilienz des großen Ganzen leisten. Viel wahrnehmen mag ermüdend sein, aber warum sollte es eine Schwäche sein? Wenn eine Welt ihre Lösungen vergeblich im Geschrei sucht, fände sie sie ja vielleicht bei den hochsensiblen Menschen, die intuitiv wissen, wie man ein menschliches Kollektiv zusammenhält, und die dabei nicht einmal auffallen wollen? Wenn Sie in solch unsicheren Zeiten den inneren Kompass aufbauen möchten, wenn Sie nicht mehr wegen Ihres starken und manchmal überwältigenden Empfindens an Ihrem Leben vorbei leben möchten sondern die Stärken in Ihren vermeintlichen Schwächen aufdecken wollen, schauen Sie doch mal vorbei. Siehe auch: Hochsensibilität bei Männern.

Alexander Hohmann

Coach in Freiburg im Breisgau

(*) Wer in einer statistich normalverteilten Bevölkerung mit einer Intelligenz getestet wird, die mindestens vier sog. Standardabweichungen vom Mittel entfernt liegt, gilt als Hochbegabt. Das entspricht einem Anteil von 2,4% der Bevölkerung. Die IQ-Tests werden gelegentlich neu kalibriert, damit sie weiterhin für 2,4% der Probanden ein Ergebnis von 130 und mehr ergeben.

Alexander Hohmann

Systemischer Coach in Freiburg im Breisgau Coach Systémique à Fribourg-en-Brisgau
Coaching für Hochbegabte und/oder Hochsensible
Die beiden Themen Hochbegabung und Hochsensibilität sind in diesem Abschnitt vermischt. In Wirklichkeit existieren sie natürlich unabhängig voneinander.

Hochbegabung

Über Hochbegabung und Hochbegabte gibt es bereits einiges an institutioneller Forschung. Die verfügbaren IQ-Tests machen sie messbar. Heute verliert dieses Thema aber zunehmend eine solch mathematische Klarheit. Es kommt das Gefühl auf, dass ein einzelner schriftlicher Test die Formenvielfalt von Intelligenz nicht erfassen kann. Wie soll er etwa künstlerische oder handwerkliche Hochbegabung durch Ankreuzen von Kästchen einfangen? Wie sollen Werke in Farben und Werkstoffen (statt in Worten und Zahlen), die aus hochbegabten Händen entstehen, in eine einfache Zahl finden, die sie verlässlich zusammenfassen könnte? In dem Maße, in dem der Intelligenzbegriff verschwimmt, tut es auch der der Hochbegabung. Irgendwo im Spektrum zunehmender Intelligenz endet das einfache „Mehr“ und es beginnt ein „Anders“. Diese Andersartigkeit wiederum kann es schwer machen, den richtigen Ton mit anderen Menschen zu finden, nicht anzuecken, nicht auf Ablehnung zu stoßen, weil die eigene Denkweise von anderen als verunsichernd oder grenzüberschreitend wahrgenommen wird. Serien wie „Sherlock“ oder „Big Bang Theory“ thematisieren das von einer humorvollen Seite, doch von innen fühlt sich diese Andersartigkeit mitunter schwierig bis schmerzhaft an und kann mit Einsamkeit verbunden sein. Es wird hier und da geschrieben (z.B. von Jeanne Siaud-Facchin), dass Hochbegabte fast immer auch Hochsensible sind. Wirklich Belastbare Beweise dafür gibt es bislang nicht. Von außen gesehen verwechselt man vielleicht zwei Formen der Verarbeitungstiefe - bei Hochbegabten die geistige Verarbeitung von Informationen, bei Hochsensiblen die sensorische Verarbeitungstiefe von Reizen. So oder so besteht oft eine Andersartigkeit, die es nicht einfach macht, sich zu öffnen, wenn das Umfeld nicht schon früh mit Akzeptanz und Empfänglichkeit, sondern abwertend reagiert hat. Gelegentlich bauen sich hochbegabte Menschen auch Denksysteme und Dickichte aus mentalen Konstrukten auf, die auf alles eine Antwort haben und zu gut durchdacht sind, als dass sie selbst noch allein heraus finden könnten. Jeder Ausgang ist von innen zugewachsen. Da kann vielleicht jemand von außen helfen. Lassen Sie uns daher gemeinsam in den offenen und wertungsfreien Raum gehen, den Sie bei mir finden, um neue Sichtweisen und Wege zu entwickeln.

Hochsensibilität

Im Gegenteil zur Hochbegabung ist die Forschung zur Hochsensibilität vergleichsweise dünn. Hochsensbilität verstehe ich hier im Sinne der Arbeiten von Dr. Elaine Aron, die das Konzept 1996 erstmals im Klassiker „The Highly Sensitive Person“ präsentierte (deutsch: „Sind Sie hochsensibel?“, bei MVG erschienen). In der Therapiewelt hat sich Hochsensibilität noch nicht flächendeckend als selbständiges Merkmal durchgesetzt. Manche zweifeln sogar an der Existenz einer solchen und wittern dahinter eher Neurosen oder Narzissmus. Tatsächlich bringt die Hochsensibilität gewisse Persönlichkeitszüge mit sich, die in ähnlicher Form auch aus anderen Gründen entstehen können. So kann ein Trauma eine Überempfindlichkeit in bestimmen Situationen verursachen, wohingegen Hochsensibilität 24 Stunden pro Tag gegeben ist, nicht nur in bestimmten Zusammenhängen. Sind Sie hochsensibel? Wenn Sie das wissen möchten, suchen Sie bitte in einer Suchmaschine nach „Elaine Aron Test“. Der bekannte Fragebogen von Dr. Elaine Aron kann nämlich vielerorts im Internet gefunden werden. Es gibt ihn in verschiedenen Längen mit bis zu 23 Fragen. Sehr wichtig ist: Hochsensibilität ist keine Störung, die es zu heilen gilt, sondern ein angeborenes und lebensbegleitendes Merkmal, das in etlichen Tierspezies existiert und bei 15 bis 20% der Menschen besteht - unabhängig vom Geschlecht. Hochsensibilität bedeutet nicht, dass Reize stärker empfunden werden, sondern dass das Nervensystem sie deutlich tiefer verarbeitet. Das verlangt deutlich mehr Zeit und Energie. Zu starke oder zu viele Reize können zur Überforderung führen. Deswegen benötigen hochsensible Menschen unbedingt Phasen und Orte des Rückzugs. Die Hochsensiblen sind oft die Kinder, um die man sich ein bisschen Sorgen macht, weil sie als Säguling bis zur Erschöpfung schreien, als Kinder auch gerne alleine spielen oder das Geschehen vom Rand des Spielplatzes betrachten, statt sich ins Getümmel zu stürzen und schnell einen Freundeskreis aufzubauen. Im Erwachsenenalter kann man sie z.B. daran erkennen, dass sie in neuen Situationen erst einmal innehalten und die Situation auf sich wirken lassen, die Strömungen im Raum erfühlen, und ein Umfeld ihnen erst einmal ein Stück weit vertraut werden muss, bevor sie sich gern und frei darin bewegen können. Starke intuitive und empathische Wahrnehmungen unterstützen sie dabei. Dieses intensive Empfinden geht oft mit einem Mangel an Selbstwertgefühl und damit auch an Selbstbewusstsein einher. Insbesondere Wettbewerbs- und Konfliktsituationen werden gelegentlich als demütigend empfunden und Hochsensible verlassen sie mit gemischten und unangenehmen Gefühlen, die das negative Erleben noch verstärken. Daraus können sich Vermeidungsverhalten ergeben: Man meidet viele Situation und Möglichkeiten, verzichtet auf den Ausdruck der eigenen Fähigkeiten und Potenziale, und lebt am eigenen Leben vorbei. Und das wiederum drückt weiter auf das Selbstwertgefühl. Um aus diesem Teufelskreis auszusteigen, ist ein Perspektivwechsel auf die eigene Hochsensibilität erforderlich. Dann kann man beginnen, die Schätze zu heben, die der Hochsensibilität inneliegen. Denn Hochsensible haben eine überdurchschnittlich hohe Empathie und können besonders gut auf andere Menschen und ihre Bedürfnisse eingehen (dabei aber auch die eigenen Bedürfnisse aus dem Blick verlieren). Das sind Qualitäten, die in vielen zwischenmenschlichen Situationen sehr geschätzt werden und sie zum Beispiel zu guten, aufmerksamen, zugewandten Freunden und Kollegen machen. Auch in Unternehmen sind sie oft die Menschen, denen sich andere im Fall von Schwierigkeiten zuwenden, sodass sie einen wichtigen, allerdings oft unsichtbaren Beitrag zum Zusammenhalt und zur Krisenresilienz des großen Ganzen leisten. Viel wahrnehmen mag ermüdend sein, aber warum sollte es eine Schwäche sein? Wenn eine Welt ihre Lösungen vergeblich im Geschrei sucht, fände sie sie ja vielleicht bei den hochsensiblen Menschen, die intuitiv wissen, wie man ein menschliches Kollektiv zusammenhält, und die dabei nicht einmal auffallen wollen? Wenn Sie in solch unsicheren Zeiten den inneren Kompass aufbauen möchten, wenn Sie nicht mehr wegen Ihres starken und manchmal überwältigenden Empfindens an Ihrem Leben vorbei leben möchten sondern die Stärken in Ihren vermeintlichen Schwächen aufdecken wollen, schauen Sie doch mal vorbei. Siehe auch: Hochsensibilität bei Männern.
Duftende Blütenpracht