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Alexander Hohmann

Life Coach & Business Coach in Freiburg

Systemisches Coaching - was ist das? Und welche

Methoden und Inspirationen werden hier angewendet?

"Systemisch" bedeutet, dass der Mensch nicht wie eine Statue auf einem leeren Platz betrachtet wird. Denn der Mensch ist 1.) nicht aus einem Guss, sondern besteht aus vielen Teilen. Und 2.) befindet er sich immer in einem Umfeld, einem "Kontext", mit anderen Menschen und in Situationen, ohne die kaum erklärbar ist, was gerade in ihm vorgeht. Sie kennen das: Wenn Sie nacheinander drei verschiedene Menschen treffen, werden Sie selbst zu drei verschiedenen Menschen. Jede Situation ruft in Ihnen bestimmte Seiten, Fähigkeiten und Verhaltensweisen ab. Manche Menschen oder Situationen können Stressmuster auslösen, die verhindern, dass Sie Zugriff auf all ihre Ressourcen und Fähigkeiten behalten. Manchmal fühlen wir uns ganz groß, und manchmal ganz klein. Wir sind also eins, aber wir sind auch viele. Ursprünglich entstand das “Systemische”, als die so genannte “Systemtheorie” auf Familientherapie angewandt wurde. Später ergab sich dann die Anwendung auf den einzelnen Menschen: Auch dieser wurde nun als Zusammenspiel vieler innerer Anteile gesehen, die zusammen ebenfalls ein “System” bilden. Diese Sichtweise wird heute auch erfolgreich im Coaching eingesetzt. Und im Organisationscoaching ist eine systemische Betrachtungsweise erst recht naheliegend. Wie jedes System hat auch der Mensch ein Außen und ein Innen. Und im Innen ist vieles los: Manche seiner Anteile führen eine Art Eigenleben. Sie streben beispielsweise in unterschiedliche Richtungen. Dann gibt es eine innere Zerrissenheit oder Entscheidungen fallen schwer. Man möchte in mehrere Richtungen gleichzeitig. Oder diese Anteile können einander auch bekämpfen oder sich miteinander verhaken und polarisieren. Das kann viel Energie verbrauchen und dennoch Stillstand erzeugen. Dann ist es gut, mit einem Coach diese Anteile “an den Verhandlungstisch” zu bringen. Manchmal “tragen” auch Anteile alte Lasten, damit der Rest des Menschen im Leben “funktionieren” kann - z.B. ein Leben aufbauen kann, das von außen sogar recht erfolgreich erscheint, sich von innen aber hohl anfühlt. Man ahnt gar nicht, wie viele erfolgreiche Menschen in Führungspositionen im Innen nicht Erfüllung, sondern Leere oder Starre empfinden. Dann kommt irgendwann einmal die Zeit, diesen Anteilen die Last abzunehmen, damit sie wieder ihren natürlichen Platz im Menschen einnehmen und ihre Fähigkeiten und Ressourcen zur Verfügung stellen können. Manchmal kann es auch sein, dass Polarisierungen in der Außenwelt Konflikte im Innen aufwecken, die man längst gelöst glaubte oder von denen man gar nicht wusste. Vielleicht fangen die inneren Anteile sogar an, die Polarisierungen in der Außenwelt zu anzufeuern. Der Nachteil: Es fühlt sich nicht gut an. Der Vorteil: Diese inneren Verwerfungen im System werden dadurch sichtbar und können nun angegangen werden - sofern man zu Ehrlichkeit mit sich selbst bereit ist. Das Ziel des Coachings hat immer mit Selbstwirksamkeit zu tun. Das fängt mit folgender Erkenntnis an: “Ich bin nicht so, sondern ich stelle fest, dass ein Teil von mir in diesem Kontext so und so ist.” Schon ist man nicht mehr mit einzelnen Ich-Zuständen identifiziert. Sondern man hat einen gesunden Abstand hergestellt, sieht die Dinge mit mehr Höhe, und kann besser daran arbeiten. Auch diese “Abstandsbildung” ist ein wesentliches Element des systemischen Coachings. Man kann zwischen den eigenen Anteilen hin und her springen und damit mehr unterschiedliche Perspektiven einnehmen. Dann können die starken inneren Anteile die geschwächten oder weniger sichtbaren begleiten und eine gesündere Gesamtheit zurück holen. So kann man sich jederzeit selbst geben, was man von außen vielleicht nicht bekommen hat. So wird man sich selbst zum Coach. Je mehr Teile wir wieder in Einklang mit unserer Gesamtheit bringen, desto mehr Selbstwirksamkeit und Selbststeuerung stellen sich ein und desto virtuoser können wir auf den Ozeanen des Lebens navigieren.

Methoden und Modelle

Für die Coaching-Arbeit stehen uns etliche Methoden und Modelle zur Verfügung. Die folgenden finden in meiner Arbeit die häufigste Verwendung. Systemische und hypnosystemische Gesprächstechniken, auch in Bewegung Es gibt etliche Gesprächstechniken. Manche bleiben rein verbal. Bei anderen werden die Bewegungen im Raum und der Körperausdruck hinzugenommen. Die Arbeit mit dem Körper ist erstaunlich wirksam, gerade wenn man Dinge mit Worten nicht richtig ausdrücken kann. Coaching muss keineswegs “nur Gerede” sein. Systemische Strukturaufstellungen Aufstellungen können mit Bodenankern im Raum oder mit Gegenständen auf einer Tischplatte stattfinden. Dadurch werden die Bestandteile eines Systems oder die inneren Anteile der Person sichtbar gemacht. Und es werden die Wechselwirkungen zwischen diesen Teilen dargestellt. So kann man neue Konfigurationen ausprobieren, die geeignet sind, ein neues Gleichgewicht herzustellen, wo bisher ein Ungleichgewicht vorherrschte. Hypnosystemische Entfaltung des Steuer-Ichs und Reintegration von Teilen Die Aufstellungen und die Hypnosemethoden stärken das steuernde, zentrale Ich und statten es mit geeigneten Schutzmechanismen aus. So baut das Ich ein gesundes Immunsystem auf, statt sich durch Panzer und Mauern nach außen abzuschotten und sich darin einzusperren. Achtsamkeitstechniken Man kann "Achtsamkeit" als Modebegriff werten. Dahinter steckt aber ein Zu-Sich-Finden und in Sich-Lösen von dem, was in die Vergangenheit oder die Zukunft zieht. Damit bildet der achtsame Zustand einen idealen Ausgangspunkt für die Coaching-Arbeit - und auch für alles andere im Alltag. Imaginationsreisen in leichter Trance (Hypnose bzw. Techniken zur Bewusstseinsaktivierung) Hier wird kein hypnotischer Halbschlaf erzeugt, sondern im Gegenteil das Bewusstsein aktiviert, um die aktive Aufmerksamkeitssteuerung zu üben. Dabei werden Imaginationsreisen durchgeführt und Metaphern aufgebaut. Statt etwas lange zu bereden, wird Veränderung im Außen durch bewusste Veränderung dieser inneren Bilder bewirkt. Elemente aus dem Inneren-Familien- System (IFS) Es werden manche Elemente und Gesprächstechniken aus der systemischen Therapie namens "Internal Family System" nach Richard Schwartz genutzt. Damit nimmt man Aussagen wie "Ein Teil von mir will dies, ein Teil von mir will das" sehr ernst und sucht den Dialog mit diesen Teilen, um dann zwischen ihnen zu vermitteln. Manche Teile wurden vielleicht lange vergessen und warten schon seit langer Zeit, gesehen und von ihrer Last befreit zu werden. Altersrückführungen und Zeitlinienarbeit aus der Metaposition heraus In einem leicht erhöhten Bewusstseinszustand (leichte Trance) durchlaufen wir die Zeitlinie Ihres Lebens und begeben uns auf die Suche nach vergessenen Schätzen und Ressourcen, aber auch nach zurück gebliebenen älteren Zuständen (innere Kinder), die an einem bestimmten Punkt der Zeitlinie warten, endlich abgeholt und versorgt zu werden und vollwertiger Bestandteil des Ganzen zu werten. Es könnte gut sein, dass man dadurch als Mensch wieder ein bisschen vollständiger wird. Arbeit mit den inneren Kindern Es gibt wahrscheinlich nicht das eine innere Kind, sondern es gibt viele innere Kinder. Sie stellen frühere Ich-Zustände dar, deren Bedürfnisse nicht gesehen wurden, oder die Not erleben mussten. Wenn wir in den Dialog mit diesen inneren Kindern treten, können unsere brach liegenden Teile endlich versorgt werden. Interessanterweise kann es sein, dass sich dann Bereiche unseres Lebens, die lange stillstanden, auf einmal wieder entwickeln, weil all diese inneren Kinder auch Hüter von Ressourcen und Fähigkeiten sind. Akzeptanz- und Commitment-Training (ACT) Es entspringt der Acceptance & Commitment Therapy (ACT), einer anerkannten kognitiven Verhaltenstherapie. Hier nutzen wir sie nur in Anwendungen, die für das Coaching geeignet sind. Es geht darum, sich aus Glaubenssätzen und negativen Selbstgesprächsschleifen zu lösen, ohne zu versuchen, sie "abzuschaffen", denn das geht fast nie. Stattdessen erfolgt eine Fokussierung auf die eigenen Werte. Werte sind, was einem wirklich wichtig ist und dem Leben Sinn gibt. Sind die Werte klar, können sie fortan die eigenen Handlungen und Engangements (Commitments) bestimmen, sodass ein erfüllteres Leben möglich wird. Introvision Die Introvision eignet sich für solche Fälle, in denen automaitsche emotionale Reaktionen auftreten, die deutlich heftiger sind, als angemessen. Es werden die zugrunde liegenden Ängste aufgespürt. Dadurch wird die Automatik der Reaktionen verwirrt. Und Verwirrung ist für das Gehirn eine Gelegenheit, eine neue, geeignetere Reaktion zu finden. Ziele-Klärung und -Entfaltung z.B. mit der Walt-Disney-Methode oder dem Herdplattenmodell Bewährte Kreativitätstechniken wie die Walt-Disney-Methode oder das Herdplattenmodell helfen auf ganz einfache, spielerische und einleuchtende Weise, Ziele zu klären. Sind die derzeitigen Ziele die richtigen? Liegt Kraft in ihnen oder doch nicht? Oder sind ein Umweg oder Holzpfad? Was wäre möglich, wenn alles möglich wäre? Und was davon lässt sich auch tatsächlich umsetzen? Fast immer ist es mehr, als Sie denken. Teile-Arbeit mit Core-Transformation Die Core-Transformation ist eine kraftvolle Technik, um hinderliche Glaubenssätze in Energiequellen zu verwandeln. Selbst der hinderlichste Glaubenssatz will eigentlich nur unser Bestes, drückt es aber nur auf eine unangemessene und veraltete Weise aus. Wenn wir die gut gemeinten Ziele dahinter erkennen, kann das Gehirn neue Wege zu diesen Zielen trainieren, die im Einklang mit unseren allgemeinen Zielen und unserem Reifegrad sind. Identifikation von Werten und Ablegen von Rollen Häufig ist man zu sehr mit bestimmten Rollen identifiziert, Die sind zwar gesellschaftlich oft gut akzeptiert. Aber man hat dabei das tiefere, größere Ich aus den Augen verloren und lebt daran vorbei. Mit der Rollen-Arbeit identifizieren wir die tiefen Werte dahinter und suchen nach Wegen, diese Werte zu leben, ohne bestimmten Rollen verhaftet zu sein. Reifegradmodelle (integraler Ansatz) für Menschen und Organisationen Der integrale Ansatz sieht die Entwicklung einzelner Menschen und Organisationen und ganzer Zeitalter auf einer Spirale nach oben. Dabei wird - ähnlich wie bei Individuationsprozessen von C.G. Jung - eine bestimmte Reihenfolge durchlaufen. Veränderungen scheitern oft daran, dass sie 1.) diese Reihenfolge nicht respektieren und 2.) schlecht einschätzen, ob überhaupt die vorherigen Reifegrade ausreichend erreicht und durchlaufen sind. So kann es sein, dass es bei der Reife einen großen Unterschied zwischen Selbsteinschätzung und Wirklichkeit gibt und Widerstände gegen Veränderungen nicht korrekt eingeordnet und beantwortet werden. Coaching für Führungskräfte Führungskräfte schaffen es manchmal ungewollt, aufgrund ihrer exponierten Position innere Konflikte auf ihre Organisation zu übertragen oder mit ihnen in Resonanz zu treten. So ist es auch aus Sicht des Unternehmens keinesfalls eine Schwäche, sondern eine gesunde geistige Hygiene und Prävention, die eigenen blinden Flecken und dunklen Ecken im vertraulichen Austausch anzuschauen. Ausgangspunkt können dabei die Wechselwirkungen mit anderen Organisationsmitgliedern sein: Warum geht es mit diesen Leuten und warum nicht mit jenen? Darüber hinaus besteht in den letzten Jahren eine steigende Tendenz dazu, dass Führungskräfte den Sinn ihrer Rolle hinterfragen. Außerdem haben die Organisationen immer mehr Schwierigkeiten, Menschen zu finden, die bereit sind, Führung und Verantwortung zu übernehmen. Im Coaching kann man erforschen, ob noch alles zusammenpasst und was verändert werden sollte. Team- und Organisationsmodelle In Teams und Organisationen finden sich wiederkehrende Muster wieder, die auf viele verschiedene Weisen modelliert werden. In jeder Menschengruppe verteilen sich Rollen von selbst auf die Teilnehmenden, von diesen vielleicht ganz unbeabsichtigt. Und wenn gewisse Rollen oder Elemente in einem Team oder einer Organisation fehlen, können Dinge auf scheinbar unerklärliche Weise scheitern.
Was ist Systemisches Coaching? Ruhige Achtsamkeit im Park von Versailles

Alexander Hohmann

Lebens- & Business-

Coach in Freiburg

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"Systemisch" bedeutet, dass der Mensch nicht wie eine Statue auf einem leeren Platz betrachtet wird. Denn der Mensch ist 1.) nicht aus einem Guss, sondern besteht aus vielen Teilen. Und 2.) befindet er sich immer in einem Umfeld, einem "Kontext", mit anderen Menschen und in Situationen, ohne die kaum erklärbar ist, was gerade in ihm vorgeht. Sie kennen das: Wenn Sie nacheinander drei verschiedene Menschen treffen, werden Sie selbst zu drei verschiedenen Menschen. Jede Situation ruft in Ihnen bestimmte Seiten, Fähigkeiten und Verhaltensweisen ab. Manche Menschen oder Situationen können Stressmuster auslösen, die verhindern, dass Sie Zugriff auf all ihre Ressourcen und Fähigkeiten behalten. Manchmal fühlen wir uns ganz groß, und manchmal ganz klein. Wir sind also eins, aber wir sind auch viele. Ursprünglich entstand das “Systemische”, als die so genannte “Systemtheorie” auf Familientherapie angewandt wurde. Später ergab sich dann die Anwendung auf den einzelnen Menschen: Auch dieser wurde nun als Zusammenspiel vieler innerer Anteile gesehen, die zusammen ebenfalls ein “System” bilden. Diese Sichtweise wird heute auch erfolgreich im Coaching eingesetzt. Und im Organisationscoaching ist eine systemische Betrachtungsweise erst recht naheliegend. Wie jedes System hat auch der Mensch ein Außen und ein Innen. Und im Innen ist vieles los: Manche seiner Anteile führen eine Art Eigenleben. Sie streben beispielsweise in unterschiedliche Richtungen. Dann gibt es eine innere Zerrissenheit oder Entscheidungen fallen schwer. Man möchte in mehrere Richtungen gleichzeitig. Oder diese Anteile können einander auch bekämpfen oder sich miteinander verhaken und polarisieren. Das kann viel Energie verbrauchen und dennoch Stillstand erzeugen. Dann ist es gut, mit einem Coach diese Anteile “an den Verhandlungstisch” zu bringen. Manchmal “tragen” auch Anteile alte Lasten, damit der Rest des Menschen im Leben “funktionieren” kann - z.B. ein Leben aufbauen kann, das von außen sogar recht erfolgreich erscheint, sich von innen aber hohl anfühlt. Man ahnt gar nicht, wie viele erfolgreiche Menschen in Führungspositionen im Innen nicht Erfüllung, sondern Leere oder Starre empfinden. Dann kommt irgendwann einmal die Zeit, diesen Anteilen die Last abzunehmen, damit sie wieder ihren natürlichen Platz im Menschen einnehmen und ihre Fähigkeiten und Ressourcen zur Verfügung stellen können. Manchmal kann es auch sein, dass Polarisierungen in der Außenwelt Konflikte im Innen aufwecken, die man längst gelöst glaubte oder von denen man gar nicht wusste. Vielleicht fangen die inneren Anteile sogar an, die Polarisierungen in der Außenwelt zu anzufeuern. Der Nachteil: Es fühlt sich nicht gut an. Der Vorteil: Diese inneren Verwerfungen im System werden dadurch sichtbar und können nun angegangen werden - sofern man zu Ehrlichkeit mit sich selbst bereit ist. Das Ziel des Coachings hat immer mit Selbstwirksamkeit zu tun. Das fängt mit folgender Erkenntnis an: “Ich bin nicht so, sondern ich stelle fest, dass ein Teil von mir in diesem Kontext so und so ist.” Schon ist man nicht mehr mit einzelnen Ich-Zuständen identifiziert. Sondern man hat einen gesunden Abstand hergestellt, sieht die Dinge mit mehr Höhe, und kann besser daran arbeiten. Auch diese “Abstandsbildung” ist ein wesentliches Element des systemischen Coachings. Man kann zwischen den eigenen Anteilen hin und her springen und damit mehr unterschiedliche Perspektiven einnehmen. Dann können die starken inneren Anteile die geschwächten oder weniger sichtbaren begleiten und eine gesündere Gesamtheit zurück holen. So kann man sich jederzeit selbst geben, was man von außen vielleicht nicht bekommen hat. So wird man sich selbst zum Coach. Je mehr Teile wir wieder in Einklang mit unserer Gesamtheit bringen, desto mehr Selbstwirksamkeit und Selbststeuerung stellen sich ein und desto virtuoser können wir auf den Ozeanen des Lebens navigieren.

Methoden und Modelle

Für die Coaching-Arbeit stehen uns etliche Methoden und Modelle zur Verfügung. Die folgenden finden in meiner Arbeit die häufigste Verwendung. Systemische und hypnosystemische Gesprächstechniken, auch in Bewegung Es gibt etliche Gesprächstechniken. Manche bleiben rein verbal. Bei anderen werden die Bewegungen im Raum und der Körperausdruck hinzugenommen. Die Arbeit mit dem Körper ist erstaunlich wirksam, gerade wenn man Dinge mit Worten nicht richtig ausdrücken kann. Coaching muss keineswegs “nur Gerede” sein. Systemische Strukturaufstellungen Aufstellungen können mit Bodenankern im Raum oder mit Gegenständen auf einer Tischplatte stattfinden. Dadurch werden die Bestandteile eines Systems oder die inneren Anteile der Person sichtbar gemacht. Und es werden die Wechselwirkungen zwischen diesen Teilen dargestellt. So kann man neue Konfigurationen ausprobieren, die geeignet sind, ein neues Gleichgewicht herzustellen, wo bisher ein Ungleichgewicht vorherrschte. Hypnosystemische Entfaltung des Steuer- Ichs und Reintegration von Teilen Die Aufstellungen und die Hypnosemethoden stärken das steuernde, zentrale Ich und statten es mit geeigneten Schutzmechanismen aus. So baut das Ich ein gesundes Immunsystem auf, statt sich durch Panzer und Mauern nach außen abzuschotten und sich darin einzusperren. Achtsamkeitstechniken Man kann "Achtsamkeit" als Modebegriff werten. Dahinter steckt aber ein Zu-Sich- Finden und in Sich-Lösen von dem, was in die Vergangenheit oder die Zukunft zieht. Damit bildet der achtsame Zustand einen idealen Ausgangspunkt für die Coaching-Arbeit - und auch für alles andere im Alltag. Imaginationsreisen in leichter Trance (Hypnose bzw. Techniken zur Bewusstseinsaktivierung) Hier wird kein hypnotischer Halbschlaf erzeugt, sondern im Gegenteil das Bewusstsein aktiviert, um die aktive Aufmerksamkeitssteuerung zu üben. Dabei werden Imaginationsreisen durchgeführt und Metaphern aufgebaut. Statt etwas lange zu bereden, wird Veränderung im Außen durch bewusste Veränderung dieser inneren Bilder bewirkt. Elemente aus dem Inneren-Familien- System (IFS) Es werden manche Elemente und Gesprächstechniken aus der systemischen Therapie namens "Internal Family System" nach Richard Schwartz genutzt. Damit nimmt man Aussagen wie "Ein Teil von mir will dies, ein Teil von mir will das" sehr ernst und sucht den Dialog mit diesen Teilen, um dann zwischen ihnen zu vermitteln. Manche Teile wurden vielleicht lange vergessen und warten schon seit langer Zeit, gesehen und von ihrer Last befreit zu werden. Altersrückführungen und Zeitlinienarbeit aus der Metaposition heraus In einem leicht erhöhten Bewusstseinszustand (leichte Trance) durchlaufen wir die Zeitlinie Ihres Lebens und begeben uns auf die Suche nach vergessenen Schätzen und Ressourcen, aber auch nach zurück gebliebenen älteren Zuständen (innere Kinder), die an einem bestimmten Punkt der Zeitlinie warten, endlich abgeholt und versorgt zu werden und vollwertiger Bestandteil des Ganzen zu werten. Es könnte gut sein, dass man dadurch als Mensch wieder ein bisschen vollständiger wird. Arbeit mit den inneren Kindern Es gibt wahrscheinlich nicht das eine innere Kind, sondern es gibt viele innere Kinder. Sie stellen frühere Ich-Zustände dar, deren Bedürfnisse nicht gesehen wurden, oder die Not erleben mussten. Wenn wir in den Dialog mit diesen inneren Kindern treten, können unsere brach liegenden Teile endlich versorgt werden. Interessanterweise kann es sein, dass sich dann Bereiche unseres Lebens, die lange stillstanden, auf einmal wieder entwickeln, weil all diese inneren Kinder auch Hüter von Ressourcen und Fähigkeiten sind. Akzeptanz- und Commitment-Training (ACT) Es entspringt der Acceptance & Commitment Therapy (ACT), einer anerkannten kognitiven Verhaltenstherapie. Hier nutzen wir sie nur in Anwendungen, die für das Coaching geeignet sind. Es geht darum, sich aus Glaubenssätzen und negativen Selbstgesprächsschleifen zu lösen, ohne zu versuchen, sie "abzuschaffen", denn das geht fast nie. Stattdessen erfolgt eine Fokussierung auf die eigenen Werte. Werte sind, was einem wirklich wichtig ist und dem Leben Sinn gibt. Sind die Werte klar, können sie fortan die eigenen Handlungen und Engangements (Commitments) bestimmen, sodass ein erfüllteres Leben möglich wird. Introvision Die Introvision eignet sich für solche Fälle, in denen automaitsche emotionale Reaktionen auftreten, die deutlich heftiger sind, als angemessen. Es werden die zugrunde liegenden Ängste aufgespürt. Dadurch wird die Automatik der Reaktionen verwirrt. Und Verwirrung ist für das Gehirn eine Gelegenheit, eine neue, geeignetere Reaktion zu finden. Ziele-Klärung und -Entfaltung z.B. mit der Walt-Disney-Methode oder dem Herdplattenmodell Bewährte Kreativitätstechniken wie die Walt- Disney-Methode oder das Herdplattenmodell helfen auf ganz einfache, spielerische und einleuchtende Weise, Ziele zu klären. Sind die derzeitigen Ziele die richtigen? Liegt Kraft in ihnen oder doch nicht? Oder sind ein Umweg oder Holzpfad? Was wäre möglich, wenn alles möglich wäre? Und was davon lässt sich auch tatsächlich umsetzen? Fast immer ist es mehr, als Sie denken. Teile-Arbeit mit Core-Transformation Die Core-Transformation ist eine kraftvolle Technik, um hinderliche Glaubenssätze in Energiequellen zu verwandeln. Selbst der hinderlichste Glaubenssatz will eigentlich nur unser Bestes, drückt es aber nur auf eine unangemessene und veraltete Weise aus. Wenn wir die gut gemeinten Ziele dahinter erkennen, kann das Gehirn neue Wege zu diesen Zielen trainieren, die im Einklang mit unseren allgemeinen Zielen und unserem Reifegrad sind. Identifikation von Werten und Ablegen von Rollen Häufig ist man zu sehr mit bestimmten Rollen identifiziert, Die sind zwar gesellschaftlich oft gut akzeptiert. Aber man hat dabei das tiefere, größere Ich aus den Augen verloren und lebt daran vorbei. Mit der Rollen-Arbeit identifizieren wir die tiefen Werte dahinter und suchen nach Wegen, diese Werte zu leben, ohne bestimmten Rollen verhaftet zu sein. Reifegradmodelle (integraler Ansatz) für Menschen und Organisationen Der integrale Ansatz sieht die Entwicklung einzelner Menschen und Organisationen und ganzer Zeitalter auf einer Spirale nach oben. Dabei wird - ähnlich wie bei Individuationsprozessen von C.G. Jung - eine bestimmte Reihenfolge durchlaufen. Veränderungen scheitern oft daran, dass sie 1.) diese Reihenfolge nicht respektieren und 2.) schlecht einschätzen, ob überhaupt die vorherigen Reifegrade ausreichend erreicht und durchlaufen sind. So kann es sein, dass es bei der Reife einen großen Unterschied zwischen Selbsteinschätzung und Wirklichkeit gibt und Widerstände gegen Veränderungen nicht korrekt eingeordnet und beantwortet werden. Coaching für Führungskräfte Führungskräfte schaffen es manchmal ungewollt, aufgrund ihrer exponierten Position innere Konflikte auf ihre Organisation zu übertragen oder mit ihnen in Resonanz zu treten. So ist es auch aus Sicht des Unternehmens keinesfalls eine Schwäche, sondern eine gesunde geistige Hygiene und Prävention, die eigenen blinden Flecken und dunklen Ecken im vertraulichen Austausch anzuschauen. Ausgangspunkt können dabei die Wechselwirkungen mit anderen Organisationsmitgliedern sein: Warum geht es mit diesen Leuten und warum nicht mit jenen? Darüber hinaus besteht in den letzten Jahren eine steigende Tendenz dazu, dass Führungskräfte den Sinn ihrer Rolle hinterfragen. Außerdem haben die Organisationen immer mehr Schwierigkeiten, Menschen zu finden, die bereit sind, Führung und Verantwortung zu übernehmen. Im Coaching kann man erforschen, ob noch alles zusammenpasst und was verändert werden sollte. Team- und Organisationsmodelle In Teams und Organisationen finden sich wiederkehrende Muster wieder, die auf viele verschiedene Weisen modelliert werden. In jeder Menschengruppe verteilen sich Rollen von selbst auf die Teilnehmenden, von diesen vielleicht ganz unbeabsichtigt. Und wenn gewisse Rollen oder Elemente in einem Team oder einer Organisation fehlen, können Dinge auf scheinbar unerklärliche Weise scheitern.

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